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Studebaker´s, dieser Name wurde im Oktober 1993 für mich VDH/FCI geschützt. Als ich auf der Suche nach einem einprägsamen Zwingernamen war, der zudem auch noch zu einem American Staffordshire Terrier passte, fand zufällig eine “American Dream Car” Ausstellung in der Nähe statt. Wer kennt sie nicht, die Autos der Waltons, oder die aus den alten Spielfilmen wie “Casablanca - “Denn sie wissen nicht was sie tun” - usw. Ballerina und Petticoat, Pomade und Bill Haley und die amerikanischen Straßenkreuzer! Und dann eben der Studebaker, ein Auto das ich einfach nur toll fand. Und schon hatte ich meinen Zwingernamen: Studebaker´s. 
Im Jahre 1994 fiel in meinem Zwinger der erste Wurf American Staffordshire Terrier aus meiner Hündin “Padberg und Wenn´s Sarah” nach “Piel´s Bill” ,daraus kamen 3/1 Welpen. Genau 10 Jahre später fiel der zweite Wurf unter diesem Namen: Der A-Wurf mit 6/2 Malinois. Von da an nahm die Geschichte ihren Lauf.
Inzwischen haben wir sieben Malinois- und sechs Bulldoggenwürfe großgezogen. Mein Mann war 25 Jahre Mitglied im Pinscher-Schnauzer Klub und zog dort 2 Würfe Riesenschnauzer.
Für uns als Züchter stehen Gesundheit und Wesen an erster Stelle. Die Bulldoggenzucht ist nicht mit der Zucht unserer anderen Rassen zu vergleichen. Alle bulldogartigen Rassen können besondere Schwierigkeiten bei dem Deckakt, dem Werfen oder der Versorgung der Welpen haben. So traurig es auch ist, leider kommen bei den Bullys noch immer relativ häufig Totgeburten, Mißbildungen oder plötzliches Welpensterben vor. Dies kann zig verschiedene Ursachen haben und passiert selbst den erfahrensten Züchtern. trotz aller Kenntnisse! Besonders wichtig ist deshalb der offensive Umgang damit. So dürfen im IKFB Hündinnen höchstens 2 Würfe mit Kaiserschnitt gebären, danach müssen sie aus der Zucht. Totgeburten, Mißbildungen usw. müssen gemeldet werden und können zum Zuchtausschluss der Zuchttiere führen. Jeder Züchter versucht gesunde Hunde zu züchten, niemand würde das Risiko wissentlich in Kauf nehmen!
Helene ist eine feminine Scheckenhündin, mit relativ kleinem aber sehr typischem Kopf, mittellangem Rücken, geraden Beinen, sehr kurzer Rute und sportlichem Körperbau. Um den Typ den Leni uns vorgibt noch weiter, in verbesserter Form, festigen zu können achten wir bei den Rüden auf einen identischen bzw. ausgleichenden Phänotyp. Das bedeutet, wir legen -nach einem einwandfreien Wesen- Wert auf genügende Knochenstärke mit sehr gutem Kopf, kurzem Rücken, geraden Beinen und normaler Rute. Besonders wichtig sind mir dabei funktionale, gerade Laufknochen, Beweglichkeit, große Nähe an den Standard ohne jegliche Übertypisierung.
Um einen gesunden Bully zu erhalten und Allergiker so weit wie möglich auszuschliessen, sollte man bei farbigen Hunden die Berücksichtigung der Farbzucht nicht ausser Acht lassen. Alle Verpaarungen verblasster Farben oder überwiegend weisser Tiere (schecke x fawn, fawn x fawn, schecke x schecke) sollte man zugunsten der Gesundheit tunlichst unterlassen. Auch wenn in der 1. Generation wahrscheinlich wunderschöne Welpen hervorkommen, so wird sich solch eine Zuchtplanung spätestens in der 2 oder 3 Generation rächen. Schecke x Schecke sollte ebenfalls nur von sehr erfahrenen Züchtern mit Zuchttieren aus überwiegend gestromten Vorfahren verpaart werden. Mir persönlich wäre eine solche Verpaarung viel zu riskant und da ich Helenes Ahnen nicht komplett kenne, kommt für mich solch eine Überlegung gar nicht Frage. Für Helene sind aus diesem Grund nur dunkel gestromte Deckrüden vorgesehen.
Seit neuestem tauchen im Internet und in einschlägigen Online-Portalen immer wieder “Züchter für Sonderfarben” auf, die blaue, graue, isabellfarbene oder andere nicht standardgerechte Farben anbieten. Diese Farben sind laut Standard nicht zugelassen, weil sie krankheitsbelastet sind. Verantwortlich für solch eine Farbaufhellung ist u.a. das Dilute-Gen, hier eine kurze Erklärung in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Dilute-Gen#Hunde . Weitere interessante Seiten hierzu (auch Blue-Dobermann-Syndrom) findet man über Google, einen sehr interessanten Link dazu habe ich in meine Linkliste aufgenommen. Diese Farbaufhellung kann als Mutation vorkommen, darf jedoch wegen der Gefahr der Erkrankungen (vorwiegend Haarausfall, bis zur hochgradigen Hautentzündungen), niemals ein Zuchtziel sein. Ein Züchter der bewußt dilute-Träger verpaart, handelt in meinen Augen seinen Hunden und Welpenkäufern gegenüber, verantwortungslos. Diese fehlfarbenen Hunde dann auch noch zu völlig überzogenen Preisen zu verkaufen, zeugt für mich für einen reinen kommerziellen Hintergund. Ein Bully kostet in Deutschland vom IKFB/VDH zwischen 1100,- und 1500,- Euro. Ein seriöser Züchter mach keinen Preisunterschied bei verschiedenen Farben!!
Wir als Züchter tragen eine große Verantwortung für unsere Hunde und die Welpen die wir dann später vertrauensvoll in andere Hände übergeben.
Unsere Bullys werden bei uns im Haus geboren und wachsen in Haus mit Garten auf. Sie lernen schon bei uns viele interessante Dinge, Menschen und andere Hunde kennen. Wir bereiten sie, gut wie möglich, auf ihr zukünftiges Leben vor. Wir verwöhnen sie vielleicht noch mehr als unsere Malinoiswelpen, aber wir verhätscheln und verzärteln sie nicht. Französische Bulldoggen sind Hunde, keine Püppchen! Sie benehmen sich hündisch und wollen auch so mit uns umgehen.
Wir planen unsere Würfe nicht nach den Wünschen unserer Welpeninteressenten, sondern immer so, das wir ihnen die optimale Pflege zukommen lassen können. Wer bei uns einen Welpen kaufen möchte, muß sich manchmal einige Monate, oder Jahre gedulden. Jeder Wurf ist ein besonderes Ereignis für uns. Er macht sehr viel Spaß aber auch sehr viel Arbeit. Und so nehmen wir uns zwischen den Würfen auch soviel Zeit um den Spaß an der Zucht nicht zu verlieren, denn nach jedem Wurf gönnen wir uns - und der Hündin selbstverständlich auch erstmal eine Erholungspause.
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